Studienergebnisse zeigen, dass es nach einer Prolaps-Operation nicht nötig ist, auf Bewegung zu verzichten

Von Cara Murez HealthDay Reporterin

(Gesundheitstag)

FREITAG, 2. Juni 2023 (HealthDay News) – Es ist möglicherweise nicht notwendig, dass Menschen, die sich wegen einer Beckenbodenerkrankung einer Prolaps-Operation unterziehen, warten müssen, bis sie wieder mit dem Training beginnen können.

Eine neue Studie stellt Standardbeschränkungen in Frage und stellt fest, dass diejenigen, die kurz nach dem Eingriff wieder Sport treiben, genauso gut abschneiden wie diejenigen, die mehrere Wochen warten.

„Diese Studie ist ein Paradigmenwechsel für Urogynäkologen – sie verändert die Praxis“, sagte der leitende Studienautor Dr. Matthew Barber, Lehrstuhl für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Duke University School of Medicine in Durham, North Carolina

„Seit Jahrzehnten weisen Chirurgen ihre Patienten an, nach einer rekonstruktiven Operation Aktivitäten zu vermeiden, und wir wissen jetzt, dass dies unnötig ist“, sagte Barber in einer Pressemitteilung von Duke.

„Die Ergebnisse dieser Studie stimmen mit Studien in anderen Bereichen wie Orthopädie und Hernienchirurgie überein, die gezeigt haben, dass frühe Aktivität die Ergebnisse nicht beeinträchtigt und sie unter bestimmten Umständen verbessern kann“, sagte Barber.

Eine Beckenbodenstörung ist zwar nicht lebensbedrohlich, kann jedoch Beschwerden und Schmerzen verursachen. Es entsteht, wenn eines der Beckenorgane nach unten fällt und eine Ausbuchtung in der Vagina entsteht. Dieses Organ kann die Gebärmutter, der Darm oder die Blase sein.

Manchmal reichen Beckenbodenübungen aus, um das Problem zu behandeln, oft ist jedoch eine Operation erforderlich.

Um Richtlinien zu postoperativen Einschränkungen zu untersuchen, teilten die Forscher 108 Frauen nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen zu. Eine Gruppe befolgte den Standardratschlag, sechs Wochen lang nicht mehr als 10 Pfund zu heben und zwei bis sechs Wochen lang nicht zur Arbeit zurückzukehren. Die andere Gruppe hatte keine Hebe- oder Aktivitätseinschränkungen und durfte zur Arbeit zurückkehren, sobald sie dazu in der Lage war.

Die Forscher fanden nach drei Monaten keine statistisch signifikanten Unterschiede bei anatomischen und symptomatischen Problemen zwischen den beiden Gruppen.

Die Studienergebnisse wurden am 31. Mai online veröffentlicht JAMA-Chirurgie.

QUELLE: Duke University, Pressemitteilung, 31. Mai 2023

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