So pflegen Sie Ihr Herz während einer Schwangerschaft

Von Jerome Federspiel, MD, PhD Asst. Prof. für Geburtshilfe/Gynäkologie, HealthDay-Reporter der Duke University School of Medicine

(Gesundheitstag)

MITTWOCH, 5. Juli 2023 (HealthDay News) – Eine Schwangerschaft löst viele Veränderungen im Körper aus, aber es gibt eine, die viele Frauen überraschen könnte.

Eine versteckte Veränderung besteht darin, dass das Herz bis zum Ende der Schwangerschaft durchschnittlich fast 50 % mehr Blut pumpen muss als vor der Schwangerschaft und dann nach der Entbindung schnell wieder zum „normalen Betrieb“ zurückkehren muss. Während das Herz der meisten schwangeren Frauen diese Veränderungen gut verträgt, kann die Schwangerschaft als „Stresstest“ für das Herz dienen, der bei Patienten, die zuvor keine Herzprobleme hatten, zu neuen Herzerkrankungen führen und die Behandlung bestehender Herzprobleme erschweren kann.

Welche Arten von Herzerkrankungen können auftreten?

Die häufigsten Herzerkrankungen in der Schwangerschaft stehen im Zusammenhang mit hohem Blutdruck in der Schwangerschaft (Präeklampsie und Schwangerschaftshypertonie), unregelmäßigen Herzrhythmen (Arrhythmien) und einer unzureichenden Anspannung des Herzmuskels (Herzinsuffizienz). Im Duke Birthing Center betreuen Ärzte Patientinnen, die mit hohem Blutdruck, seit der Geburt bestehenden Herzfehlern und erworbenen Herzerkrankungen in die Schwangerschaft kommen (Menschen, die eine Herzerkrankung wie Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkte entwickelt haben).

Was können diese Bedingungen langfristig bedeuten?

Während Herzerkrankungen die Bewältigung einer Schwangerschaft erschweren können, kann eine qualitativ hochwertige Betreuung durch Experten für die Betreuung schwangerer Menschen mit Herzerkrankungen den entscheidenden Unterschied machen, um ein sicheres und glückliches Ende für Mutter und Kind zu gewährleisten. Nach der Schwangerschaft besteht bei Menschen, bei denen herzbedingte Schwangerschaftskomplikationen aufgetreten sind, häufig ein höheres Risiko für Herzprobleme im späteren Leben. Das Wissen um dieses Risiko kann einer Patientin helfen, nach der Schwangerschaft vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko von Herzproblemen für die kommenden Jahrzehnte zu verringern.

Tipp #1: Wenn Sie Herzprobleme hatten und über eine Schwangerschaft nachdenken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und erwägen Sie vor der Schwangerschaft ein Treffen mit einem Kardiologen und einem Spezialisten für Mutter-Fötal-Medizin.

Viele Patientinnen, die mit einer bestehenden Herzerkrankung schwanger werden, können sichere und erfolgreiche Schwangerschaften haben, aber ein Treffen mit Experten vor der Schwangerschaft ermöglicht es ihnen, mögliche Schwangerschaftskomplikationen zu besprechen, sicherzustellen, dass die Medikamente, die Sie in der Schwangerschaft einnehmen, empfohlen werden, und eine Vorschau auf die Vorgehensweise zu geben Ihre Schwangerschaftsbetreuung könnte fortgesetzt werden.

Tipp #2: Fragen Sie Ihren Arzt, ob eine niedrig dosierte Aspirintherapie für Sie geeignet ist.

Bei vielen Patientinnen mit Risikofaktoren für durch Bluthochdruck bedingte Schwangerschaftskomplikationen wie Präeklampsie hat sich gezeigt, dass die tägliche Einnahme einer Baby-Aspirin Komplikationen vorbeugt. Ihr Arzt kann mit Ihnen Ihre Krankengeschichte besprechen und Ihnen empfehlen, ob niedrig dosiertes Aspirin Teil Ihres Schwangerschaftsvorsorgeplans sein sollte.

Tipp #3: Wenn Sie schwanger sind und sich Sorgen um Ihr Herz machen, informieren Sie Ihren Arzt!

Symptome einer Schwangerschaft und Symptome einer Herzerkrankung überschneiden sich manchmal – zum Beispiel leiden viele schwangere Frauen am Ende der Schwangerschaft unter Atemnot und geschwollenen Beinen. Während die meisten Patientinnen, die während der Schwangerschaft Symptome zeigen, keine Herzerkrankung haben, ist es wichtig, Ihren Arzt über neue Symptome und Bedenken zu informieren, damit er Ihnen bei der gemeinsamen Entscheidung helfen kann, ob eine weitere Behandlung erforderlich ist. Zu den Symptomen, auf die Sie achten sollten, gehören plötzlich stärkere Müdigkeit, Ohnmacht, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden im Liegen, Herzklopfen und plötzliche Schwellungen in den Beinen.

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