Postpartale Depression: Was es ist, Symptome und Behandlungen

Von Ann Schreiber HealthDay Reporterin

(Gesundheitstag)

DIENSTAG, 16. Mai 2023 (HealthDay News) – Mutter zu werden ist eine unvergleichliche Erfahrung – eine Zeit der Freude, Vorfreude und Liebe. Für manche Frauen kann die neue Mutterschaft jedoch mit herausfordernden Emotionen verbunden sein.

Viele Frauen kämpfen mit Gefühlen von Traurigkeit, Angst und überwältigender Erschöpfung. Diese emotionalen Kämpfe, gepaart mit den körperlichen Anforderungen, die die Pflege eines Neugeborenen mit sich bringt, können Anzeichen einer Erkrankung sein, die als postpartale Depression (PPD) bezeichnet wird.

Was ist eine postnatale Depression?

Symptome einer postpartalen Depression

Laut Mount Sinai beginnt PPD typischerweise innerhalb der ersten Wochen nach der Entbindung, kann sich jedoch bis zu 6 Monate nach der Entbindung entwickeln. Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber hormonelle Veränderungen, emotionale Faktoren und Faktoren des Lebensstils wie mangelnde Unterstützung, Schlafmangel und Stress können dazu beitragen.

Zu den häufigsten Symptomen einer postpartalen Depression, die in dem Artikel genannt werden, gehören:

  • Anhaltende Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und Gefühle der Leere
  • Veränderungen des Appetits, die zu einem erheblichen Gewichtsverlust oder einer Gewichtszunahme führen
  • Schlafstörungen, einschließlich Schlaflosigkeit oder übermäßiges Schlafen
  • Müdigkeit und Energieverlust
  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, Entscheidungen zu treffen oder sich an Dinge zu erinnern
  • Verlust des Interesses oder der Freude an Aktivitäten, die man einmal genossen hat
  • Reizbarkeit, Unruhe oder Unruhe
  • Gefühle der Wertlosigkeit, Schuld oder Selbstvorwürfe
  • Gedanken an Tod oder Selbstmord.

Der andere Unterschied zwischen einer postpartalen Depression und dem „Baby Blues“ besteht darin, dass die PPD-Symptome länger als zwei Wochen anhalten und weiterhin die Funktionsfähigkeit der Mutter beeinträchtigen.

Wie lange dauert eine Wochenbettdepression?

Laut den US-amerikanischen National Institutes of Health kann die PPD unbehandelt mehrere Jahre andauern. Bei manchen Frauen bleiben die Symptome über das erste Jahr nach der Geburt hinaus bestehen und erstrecken sich bis ins Kleinkindalter des Kindes. Es ist wichtig zu beachten, dass sich viele Frauen mit angemessener Behandlung und Unterstützung viel schneller von der PPD erholen und ihr emotionales Wohlbefinden wiedererlangen können.

Was verursacht eine postnatale Depression?

  • Hormonelle Veränderungen: Nach der Geburt sinken die Östrogen- und Progesteronspiegel. Diese hormonellen Schwankungen ähneln denen vor der Menstruation einer Frau und können Depressionen und Stimmungsschwankungen auslösen.
  • Depressionen in der Anamnese: Frauen, die zuvor vor, während oder nach der Schwangerschaft an Depressionen gelitten haben, haben ein erhöhtes Risiko für PPD.
  • Emotionale Faktoren: Zweifel und Unsicherheiten rund um die Schwangerschaft kommen häufig vor und können das emotionale Wohlbefinden beeinflussen. Ungeplante oder ungewollte Schwangerschaften können sich darauf auswirken, wie eine Frau über ihre Schwangerschaft und den sich entwickelnden Fötus denkt. Selbst bei geplanten Schwangerschaften kann es einige Zeit dauern, bis man sich an die Vorstellung eines neuen Babys gewöhnt hat. Eltern kranker Säuglinge oder Eltern, die einen längeren Krankenhausaufenthalt benötigen, können unter Traurigkeit, Wut oder Schuldgefühlen leiden, was ihr Selbstwertgefühl und ihre Fähigkeit, mit Stress umzugehen, beeinträchtigen kann.
  • Müdigkeit: Die körperlichen Anforderungen der Geburt und der anschließenden Genesung können zu starker Müdigkeit führen. Es kann auch Wochen oder sogar länger dauern, bis Frauen nach einem Kaiserschnitt wieder zu Kräften und Energie kommen. Die anhaltende Erschöpfung kann zu Gefühlen emotionaler Verletzlichkeit führen und das PPD-Risiko erhöhen.
  • Lebensstilfaktoren: Mangelnde Unterstützung durch andere und stressige Lebensereignisse, wie der kürzliche Verlust eines geliebten Menschen, Krankheiten in der Familie oder ein Umzug in eine neue Stadt, können das PPD-Risiko erheblich erhöhen. Diese externen Stressfaktoren können die emotionalen Herausforderungen in der Zeit nach der Geburt verstärken.

Behandlungen von postpartalen Depressionen

Das Verständnis der Symptome, Risikofaktoren und verfügbaren Ressourcen ist entscheidend, um Frauen mit PPD auf ihrem Weg zur Genesung zu unterstützen. Wenn bei Ihnen oder einem Angehörigen Anzeichen einer PPD auftreten, können Sie medizinisches Fachpersonal um Hilfe bitten, das eine entsprechende Diagnose und Behandlung durchführen kann.

Copyright © 2023 HealthDay. Alle Rechte vorbehalten.