HPV: Was es ist, Symptome bei Männern vs. Frauen und Behandlung

Von Mandi Harenberg HealthDay Reporterin

(Gesundheitstag)

DIENSTAG, 30. Mai 2023 (HealthDay News) – Über sexuell übertragbare Infektionen (STIs) zu sprechen kann unangenehm sein. Aber egal, ob Sie mit Ihrem Partner, Ihrem Kind oder Ihrem Arzt sprechen, es sind wichtige Gespräche, die Sie führen sollten.

Das humane Papillomavirus (HPV) ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit in den Vereinigten Staaten, daher ist es wichtig, die Fakten zu kennen.

Die CDC berichtet, dass es im Jahr 2018 in den Vereinigten Staaten 43 Millionen HPV-Infektionen gab. Es handelt sich um einen Virus, und laut Mayo Clinic ist er so weit verbreitet, dass sich schätzungsweise 85 % aller Menschen im Laufe ihres Lebens mit HPV infizieren.

Dr. Nipunie Rajapakse, eine Ärztin für pädiatrische Infektionskrankheiten der Mayo Clinic, sagte in einem kürzlich erschienenen Artikel: „Das Erschreckende an diesem Virus ist, dass es auch ein Virus ist, das Krebs verursachen kann.“

Das US-amerikanische National Cancer Institute (NCI) erklärt HPV und Krebs folgendermaßen: Es gibt über 200 mit HPV verwandte Viren. Sexuell übertragbare HPV-Viren werden in Niedrigrisiko-HPV und Hochrisiko-HPV unterteilt. Hochrisiko-HPV, insbesondere HPV-16 und HPV-18, ist für die meisten HPV-bedingten Krebserkrankungen verantwortlich.

HPV verbreitet sich durch engen, intimen Kontakt mit einer mit dem Virus infizierten Person. Dazu gehören Vaginal-, Anal- und Oralsex sowie Haut-zu-Haut-Kontakt.

Jeder, der sexuell aktiv ist, kann sich mit dem Virus infizieren.

Laut Mayo Clinic besteht bei Ihnen ein höheres Risiko, sich mit sexuell übertragbarem HPV anzustecken, wenn Sie:

  • mehrere Sexualpartner haben
  • sind ein Jugendlicher oder ein junger Erwachsener
  • ein geschwächtes Immunsystem haben

Es kommt häufig vor, dass eine Person, egal ob Mann oder Frau, mit HPV infiziert ist und überhaupt keine Symptome zeigt. Das CDC warnt jedoch davor, dass eine asymptomatische Person mit HPV dennoch jemand anderen infizieren kann.

Es gibt bestimmte HPV-Stämme, die Symptome wie Genitalwarzen oder sogar Krebs verursachen können.

HPV bei Frauen: Die Mayo Clinic erklärt, dass Genitalwarzen kleine Beulen von brauner oder rosa Farbe sind, die sich an der Vulva, den Vaginalwänden, dem Anus oder dem Gebärmutterhals befinden. Sie können auch im Mund oder Rachen auftreten.

Genitalwarzen können Juckreiz und Beschwerden sowie Blutungen beim Geschlechtsverkehr verursachen.

Das NCI sagt, dass hochriskante HPV-Viren langfristig Zellen infizieren und Gebärmutterhalskrebs verursachen können. Zur Früherkennung empfehlen sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs.

Hochrisiko-HPV kann auch Krebs des Oropharynx, der Vagina, des Anus und der Vulva verursachen. Juckreiz und Blutungen sind Anzeichen einer Krebsvorstufe.

HPV bei Männern: Auch Männer können Genitalwarzen mit ähnlichem Aussehen entwickeln. Bei Männern können sich Genitalwarzen am Penis, Hodensack, Anus sowie im Mund- und Rachenraum entwickeln.

Auch für Männer mit Hochrisiko-HPV besteht ein Krebsrisiko. Bleibt das Virus über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann es Zellen verändern und zu Krebs führen. Dazu gehören Penis-, Anal- und Oropharynxkrebs.

Es gibt keine Behandlung für HPV; Für gesundheitliche Probleme, die durch die Ansteckung entstehen, steht jedoch eine Behandlung zur Verfügung.

Bei Genitalwarzen kann Ihr Arzt Ihnen topische Medikamente verschreiben. Laut der Mayo Clinic werden verschreibungspflichtige Medikamente wie Imiquimod (Aldara, Zyclara) und Sinecatechine (Veregen) häufig zur Behandlung von Genitalwarzen eingesetzt.

Es gibt von der US-amerikanischen Food and Drug Administration zugelassene Gebärmutterhalskrebs-Screenings, mit denen Hochrisiko-HPV in Gebärmutterhalszellen nachgewiesen werden können. Es gibt auch einen Pap-Test, der präkanzeröse Zellveränderungen erkennen kann. Laut NCI ist Früherkennung wichtig.

Um Ihr Risiko einer Ansteckung mit HPV zu verringern, bietet das CDC einige Vorschläge an.

Erstens kann das Risiko gesenkt werden, wenn Sie in einer monogamen sexuellen Beziehung leben und vor dem Sex mit Ihrem Partner über seine sexuelle Vergangenheit sprechen.

Kondome und Kofferdam können ebenfalls dazu beitragen, das Risiko einer Ansteckung mit HPV zu verringern, bieten jedoch keinen hundertprozentigen Schutz vor dem Virus.

Eine weitere vorbeugende Maßnahme ist der HPV-Impfstoff GARDASIL 9. Dieser Impfstoff hat laut CDC die HPV-Infektionen und Gebärmutterhalskrebsvorstufen bei Mädchen und jungen Frauen deutlich gesenkt.

„Dies ist ein wirklich wirksamer, wirklich sicherer Impfstoff, der einzigartig ist, weil er Krebs vorbeugt“, sagte Rajapakse.

Sie sagt, dass die HPV-Impfung für 11- und 12-jährige Jungen und Mädchen empfohlen wird, sie kann jedoch auch Kindern ab 9 Jahren verabreicht werden. Idealerweise sollte ein Kind oder eine junge Person geimpft werden, bevor sie sexuell aktiv werden.

Die Impfung wird Personen über 26 Jahren nicht empfohlen, da sie wahrscheinlich bereits mit HPV in Kontakt gekommen sind. Der Impfstoff ist möglicherweise nicht wirksam, wenn er jemandem verabreicht wird, der bereits mit HPV infiziert ist.

Wenn Sie die Fakten über HPV kennen, können Sie fundierte Entscheidungen zur Prävention und Behandlung treffen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Bedenken hinsichtlich einer Exposition gegenüber dem humanen Papillomavirus haben oder weitere Informationen zum HPV-Impfstoff benötigen.

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