Dutzende Katzen in Polen hatten Vogelgrippe, aber das Risiko für die Menschen ist gering, sagt die UN-Gesundheitsbehörde

LONDON (AP) – Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind in ganz Polen mehr als zwei Dutzend Katzen mit der Vogelgrippe infiziert, offenbar ist jedoch kein Mensch erkrankt.

In einer Erklärung vom Montag sagte die UN-Gesundheitsbehörde, es sei das erste Mal, dass in einem so großen geografischen Gebiet in einem einzigen Land so viele Katzen an der Vogelgrippe erkrankt seien, inmitten eines beispiellosen weltweiten Ausbruchs der neuesten Version der H5N1-Version der Krankheit.

Die WHO teilte mit, dass die polnischen Behörden Ende letzten Monats die Behörden über den ungewöhnlichen Tod von mehr als 45 Katzen in 13 geografischen Regionen des Landes informiert hätten. Tests letzte Woche ergaben, dass 29 von ihnen H5N1 hatten.

Seit Juni wurde die neueste Variante von H5N1 bei Vögeln und anderen Tierarten in Asien, Afrika, Europa und Amerika gemeldet. Laut WHO seien seit 2020 ein Dutzend Fälle bei Menschen gemeldet worden.

Wissenschaftler befürchten, dass steigende Fälle von H5N1, insbesondere bei Tieren, die häufigen Kontakt mit Menschen haben, zu einer mutierten Version der Krankheit führen könnten, die sich leicht zwischen Menschen ausbreiten und eine weitere Pandemie auslösen könnte.

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Vor der COVID-19-Pandemie hatten viele Experten vermutet, dass der nächste weltweite Ausbruch durch H5N1 ausgelöst werden würde. Doch während die Vogelgrippe weltweit Hunderte Millionen Vögel getötet hat, hat sie seit 2003 weniger als 900 Menschen krank gemacht und konnte sich nur schwer unter Menschen verbreiten.

Die WHO sagte, es sei unklar, wie sich die Hauskatzen in Polen mit der Vogelgrippe infiziert hätten, und sagte, die Beamten untersuchten immer noch mögliche Expositionsquellen, darunter den Kontakt mit Wildvögeln, die bekanntermaßen H5N1 in sich tragen. Die Agentur sagte, das Risiko einer Infektion der Menschen in Polen mit der Vogelgrippe sei „gering“ und für Menschen, die Katzen ausgesetzt sind, einschließlich Katzenbesitzern und Tierärzten, „gering bis mäßig“.

Letzte Woche warnten die WHO und ihre Partner, dass die steigende Zahl von mit H5N1 infizierten Säugetieren ungewöhnlich sei. Experten haben zuvor davor gewarnt, dass Schweine, die sowohl für Grippeviren von Menschen als auch von Vögeln anfällig sind, als „Mischgefäß“ fungieren und zur Entstehung mutierter Viren führen könnten, die für Menschen tödlich sein könnten.

Seit letztem Jahr haben Behörden in zehn Ländern Ausbrüche der Vogelgrippe bei Säugetieren gemeldet, darunter gezüchtete Nerze in Spanien, Robben in den USA und Seelöwen in Peru und Chile.

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